My endless hate for lovestories

Sonntag, 7. Januar 2018

Oh Leute. Warmer Empfang,

und glaubt mir den braucht ihr gerade, denn ich habe mich tatsächlich endlich "getraut" diesen Blogpost zu schreiben. Nicht weil ich Angst vor Kritik habe (ich wurde ja bei meinen After Passion-Bumsbuch-Rezensionen auch noch nie von einem wütenden Pulk niedergemetzelt), sondern viel mehr weil es mir total schwer gefallen ist der Wahrheit ins Gesicht zu schauen.
Denn eigentlich gibt es mich und die Liebe doch nur im Doppelpack. Mit 10 war ich unsterblich in Edward Cullen verknallt (und Twilight ist ja wohl mehr Romance als Fantasy), ich habe jede bescheuerte Liebesgeschichte förmlich verschlungen, auch wenn von Anfang an klar war, dass sie sich kriegen. Denn surprise Leute, kein Spoiler, das ist echt immer so.
Ich liebe die Liebe.
Ich liebe es unendlich verliebt zu sein.
Aber es ist nun mal so, dass ich reinen Liebesgeschichten nichts mehr abgewinnen kann.
Wenn ich ehrlich bin bringen sie mich schneller zur Weißglut als so mancher meiner Mitschüler.



Aber es ist nicht einfach nur die Liebe, die mich nervt, oder die Young/New Adult Bücher, denen ich noch nie etwas abgewinnen konnte. Mich nervt unnötiges Drama und Liebesdreiecke und Bücher, die klischeehaft sind und Protagonisten, die sich selber zwanghaft in die Kategorie "ICH BIN BESONDERS" stecken wollen.
Es mag auch daran liegen, dass ich älter (und letztlich irgendwann... so in den nächsten paar Jahrzehnten erwachsen) werde.

Beispiel: Morgentau von Jennifer Wolf
Ich hab das Buch ertauscht und habe mich eigentlich auch schon echt drauf gefreut, da ich es schonmal so mit 14 in der Hand hatte (Anmerkung: Also vor 4 Jahren). Es wäre wahrscheinlich auch besser gewesen, wenn ich es dann und nicht erst vor ein paar Monaten gelesen hätte, denn ich fand es furchtbar. Die männlichen Kerle/Jahreszeiten/Bitches und Dramaqueens vorm Herrn, sind mir so auf den Keks gegangen, die Protagonistin war noch irgendwie auszuhalten, aber das gehetzte Drama inklusive Auflösung hat mir den Rest gegeben.Also hab ich meine Mama (wie ich das so häufig tue) damit genervt. Ihr einziger Kommentar war. "Mit 14 hättest du das Buch geliebt." und der Meinung bin ich auch. Aber nun... Anscheinend habe nicht nur ich mich verändert, sondern auch mein Lesegeschmack (was meine Queen Mama schon seit einer Weile prophezeit hat).

Ich greife fast nur noch zu Büchern, bei denen Liebe nicht im absoluten Fokus steht.
Ganz ohne Liebe geht bei mir nämlich auch nicht, aber Geschichten in denen es eben nur um die Verbindung zweier Menschen geht, kommen für mich einfach nicht mehr in Frage. So war das auch bei "Unsere verlorenen Herzen" von dem wirklich viele Leute schwärmen. Aber auch Romantasy Bücher bei denen mich der Romance Teil zu sehr nervt, die Protagonistin zu sehr darauf fixiert ist oder es einfach eine schlechte Dreiecksbeziehung gibt, könnte ich an die Wand klatschen.

Und eventuell sollte ich nun einmal zu meinem Fazit kommen, denn beim Schreiben dieses Posts ist mir erst so richtig klar geworden, was mich eigentlich nervt (denn zu aller Überraschung liebe ich die Anna and the French Kiss Reihe nach wie vor. Und ich lese sie gerade extra noch einmal um meiner Aussage auch Kraft zu verleihen... Bin übrigens gerade im dritten Teil. Also bei Isla).
Mich nervt dieser ewige Einheitsbrei ohne jegliche Innovation und mit so einem platten Schreibstil, der immer nach dem selben Schema abläuft. Mädchen und Junge (oder Mädchen/Mädchen, Junge/Junge) lernen sich kennen (sie ist gerne Mal die graue Maus und er der Fuckboy der Schule mit schlimmer Geschichte oder die beiden verbindet eine Kindergartenfreundschaft oder sie ist die Neue, whatever) auf jeden Fall zieht es sich dann eeeeeeeeeeeeewig bis die beiden irgendwie was miteinander haben (in Bumsbüchern haben sie auch gerne schon viel früher was, aber dann wirds ernst). Jetzt kommt irgendein unnötiges BAAAAAM, was die beiden auseinander reißt (er hat Probleme ihr zu vertrauen/ein furchtbares Geheimnis kommt raus/ eifersüchtige Ex oder das Mädel macht aus einer Mücke einen etwa Blauwal großen Elefanten) und erst so 3 Sätze vorm Schluss kommt dann irgendeine totaaaaal bescheuerte Auflösung und alle können glücklich sein.

Ich weiß auch, dass es unfassbar viele Bücher gibt und es schwer ist das Rad neu zu erfinden, aber ich hoffe doch sehr, dass ihr meine Meinung versteht oder hier vielleicht auch noch jemand der selben Meinung ist (bitte. Ich fühle mich alleine).

Allerliebst,
Hannah❤

Kommentare:

  1. Liebe Hannah,

    erstmal Kompliment an dich, dass du dich getraut hast, diesen Post zu schreiben - dein Humor macht diesen Post wohl so ziemlich jedem sympathisch.
    Ich bin ganz deiner Meinung. Dieses ewige Hin- und Her geht mir momentan so auf den Senkel, dass ich mich von zahlreichen Büchern abgewandt habe, denn - wie du sagst - jene Geschichten sind allesamt so verdammt gleich und dementsprechend langweilig.
    Selbst bei Geschichten, die aus der Masse herausstechen, habe ich momentan das Gefühl, dass sie so penetrant versuchen, anders zu sein, dass es mir manchmal echt schlecht werden könnte.
    Dennoch bin ich natürlich aktiv beim Schreiben meines Romans (welch Ironie, denn jeder weiß, dass es eine Liebesgeschichte ist). Ich hoffe, dass du diesen dann trotzdem eines Tages lesen wirst.
    Ich für meinen Teil versuche momentan, Bücher zu finden, die irgendwie anders sind. Was mich auch teilweise echt aufregt: Es gibt nahezu keine Bücher ohne Liebesgeschichte. Bin das nur ich oder ist das tatsächlich so? Jeden Buchrücken, den ich umdrehe, jedes Cover, das ich ansehe, scheint mir eine Liebesgeschichte aufzwängen zu wollen.
    Was mich auch aufregt, ist, dass sie dieses RIEEEESIGE Problem IMMER überwinden können - und am Ende alles gut ausgeht. Ich habe Happy Ends so satt. Ich kann alle verstehen, die Fans von Happy Ends sind, ganz ehrlich - hat ja auch was, wenn alles gut ausgeht.
    Aber das ist so ausgelutscht, dass ich ein Zeichen dagegen setzen will und wohl auch muss, denn andere scheinen's ja nicht zu schaffen.

    *beruhigt gestiegenen Blutdruck*
    Viele liebe Grüße,
    Michelle

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    1. Meine liebe Michelle,

      erst einmal Entwarnung: ich werde dein Buch auf jeden Fall lesen. Ich war ja schon von dem, was ich bereits lesen durfte sehr angetan.
      Liebe ist natürlich das Thema, was alle/viele in unserem Alter beschäftigt, deshalb wahrscheinlich so penetrant gerade bei Jugendbüchern vertreten. Ich, für meinen Teil, sehe einfach keinen Sinn mehr dahinter 10€ für ein Taschenbuch auszugeben, in dem es nur um Liebe geht.

      ACHTUNG KLEINER SPOILER
      Das hat mich bei Morgentau soooo genervt mit diesem gehetzten Ende wo es quai nur darum ging, dass es nun ein Happy End gibt.
      SPOILER ENDE

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  2. Hi Hannah. Du sprichst mir aus dem Herzen. Oft scheue ich mich, wegen erwähntem Schema, Liebesromane zu lesen. Ab und zu tut es meiner Seele gut einen fluffier Liebesgeschichte zu lesen, was mich wirklich glücklich macht. Ich hasse dieses unnötige Drama mittlerweile wirklich und greife, vor allem momentan, zu High Fantasy, die blutig ist. Ich finde eine Liebesgeschichte im Hintergrund schadet nie und deshalb lese ich auch mal gern Romantasy. Liebesdreicke hasse ich und bei vielen Büchern mache ich dann direkt dicht😶Finde deinen Beitrag wirklich toll und in letzter Zeit merke ich auch, vor allem beim Ausmisten, dass ich manche Bücher nicht mehr lesen würde...
    LG Annika
    PS :Ich war mit 12 - 14 auch totaaaaal verknallt in Edward😂

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    1. High Fantasy, meinetwegen auch Fantasy mit Liebesgeschichte (mit Sarah J. Maas oder Cassandra Clare macht man ja eigentlich nie was falsch. Ich brauche im Moment einfach ein bisschen mehr Action, Aufregung, Plottwists und somit eben fantastische Elemente.

      Schön zu merken, dass ich nicht alleine bin :)

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  3. Liebe Hannah, wie witzig: Ich habe gerade ein Buch beendet das exakt aber wirklich genau exakt in dieses Schema passt ... Darf ich mich von deinem letzten Abschnitt für meine Rezension inspirieren lassen? Natürlich schreibe ich deinen Blog dazu 😉

    Liebe Grüße,
    Mila <3
    www.dashausderbuntenbuecher.blogspot.com

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    1. Oder besser: Dürfte ich dich gleich zitieren? ^^

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  4. Natürlich:) ich freue mich immer, wenn mein Geschriebenes so gut ankommt

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    1. Vielen lieben Dank! Ich würde mich freuen, wenn du bei meiner Rezi vorbeischaust: http://dashausderbuntenbuecher.blogspot.fr/2018/01/eine-groe-enttauschung-darcy-woods.html

      Liebe Grüße,
      Mila

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