[Lästerschwester] Ein Sommer ohne uns

Mittwoch, 22. Februar 2017

Informationen

Ein Sommer ohne uns
Von Sabine Both
Erschienen im Loewe Verlag 
Kostet 12,95€
Broschiert//Einzelband
240 Seiten 

Klappentext

Eine offene Beziehung. Für drei Monate. Zwischen Abi und Studium. Sich ausprobieren. Mit anderen. Danach ist alles wieder wie zuvor und Tom und Verena weiterhin ein Paar. Denn sie lieben sich und wollen für immer zusammen bleiben. Doch ist das wirklich so einfach, wie sie es sich vorstellen?

Verena und Tom kennen sich von klein auf, sind ein Paar, seit sie dreizehn sind. Sie gehören einfach zusammen und das soll für immer so bleiben.
Aber ein Gedanke lässt Verena – mitten im Abistress und voller Vorfreude auf das anstehende Studium – nicht mehr los: Sie hat noch nie einen anderen Jungen geküsst, geschweige denn Sex mit einem anderen gehabt. Doch sie liebt Tom und sich von ihm zu trennen oder ihn zu betrügen, kommt nicht infrage.
Als sie schließlich mit Tom darüber spricht, treffen die beiden eine Vereinbarung: eine offene Beziehung, drei Monate Austobzeit nach dem Abi. Danach ist alles wieder wie vorher und die zwei wieder ein Paar.
Zunächst genießen die beiden es, sich auszuprobieren. Doch sie haben nicht mit den Gefühlen gerechnet, die das Arrangement mit sich bringt: Zweifel tun sich auf. Ängste. Werden sie rechtzeitig einen Ausweg finden?

Meine Meinung

Holla, die Waldfee... Hätte ich nicht erwarten müssen, dass das nur schief gehen kann? (Und sage ich das nicht vor jeder Rezi über ein Buch, das ich schlecht fand?) Deshalb hat das jetzt auch endlich mal ein Format (sind ja auch die meist gelesensten. Meistens.)

Eine offene Beziehung. Für drei Monate. Zwischen Abi und Studium. Sich ausprobieren. Mit anderen. Hab ich noch kein Buch drüber gelesen, fand ich interessant, deshalb wollte ich es ja auch lesen (logisch)

Danach ist alles wieder wie zuvor und Tom und Verena weiterhin ein Paar. Hahahahaha... In welchem schlechten Film soll das denn gut gehen

Denn sie lieben sich und wollen für immer zusammen bleiben. Okay, da hatte die Autorin mich wieder. Ich stehe ja auf hoffnungslos romantisch, wenn es nicht zuuuu kitschig ist. Es muss einfach das richtige Maß sein

Doch ist das wirklich so einfach, wie sie es sich vorstellen? Nein. Ich kann euch sagen, dass es nicht so war *Augenroll*

Dass zwei Menschen so lange zammen sind, ist in unserem Alter ja auch eher etwas seltenes, oder?
Jedenfalls, wenn ich mich mal in meinem Jahrgang umschaue und auf diversen Social Media Kanälen mal wieder irgend etwas lese. Natürlich gibt es immer mal wieder Ausnahmen und Tom und Verena gehören wohl dazu. Die beiden sind so richtig hart forever together, dass man wahrscheinlich eigentlich kotzen müsste, wenn man den beiden begegnet, aber da kommt ja Gott sei Dank auch schon die "offene-Beziehungs-Sache" um die Ecke und der Spaß kann losgehen (bei mir war es dann doch eher das Leid).  
Ersteinmal dauert es geschlagene 140 (von 240) Seiten bis die mal darüber reden, dass man das ja machen könnte und dann gehts auch schon los (jedenfalls bei einer Person dann so richtig, weil die es vorher ja noch nicht lassen konnte... Applaus bitte.).
Über die Idee dieses Buches lässt sich wohl streiten (Ich würde ja nicht auf die Idee kommen meinem Herzensmenschen so etwas vorzuschlagen, weil ich mit ihm glücklich bin. Und es ist mir scheiß egal, dass ich somit also schon seit 3 Jahren mit niemand anderem eine Beziehung hatte), aber so lässt sich das Thema für Jugendliche natürlich gut/ansprechend/situationsbezogen umsetzten.
Und ich will jetzt auch gar nicht sagen, dass es nicht gut umgesetzt war (oder doch, eigentlich will ich es sogar schreien... stellt euch das jetzt bitte so vor, dass ich grad wirklich verzweifelt an meinem Schreibtisch sitze und versuche hier niemanden zu verletzten, weil in diesem Buch wahrscheinlich echt viel Mühe steckt), aber die Charaktere gingen mir ja so auf den Keks (und ich habe ein relativ standhaften Nervenkeks, wenn es um schlechte Charaktere geht, denn irgendwas muss mir das "Lesen" (mehr das Durchkämpfen) des literarischen Meisterwerks After passion ja gebracht haben).
Verena war halt interessiert daran wie es so mit anderen Typen ist, weil irgendwer ihr gesagt hat, dass sie das mal bereuen wird und Tom war ja quasi das böse Klischee eines Jungens, der sich sofort auf die nächste Schlampe stürzt. Sie hatte da voll den netten Kerl und er hatte so ne doofe Tussi und auch als die beiden noch so richtig zammen waren nur Sex im Kopf. Aber das ist ja laut der Gesellschaft bei Jungs in dem Alter so, hat wohl bloß mein Wunschdenken zerstört, dass da irgendwo noch normaler Mensch in den Jungs dieser Zeit steckt und sie nicht vollkommen schwanzgesteuert sind (und ja ich meine das hier alles nicht so ganz ernst, wenn ich mich in Rage rede fange ich aus Prinzip an zu übertreiben. Muss man ja heutzutage aber auch nochmal extra sagen).

Fazit

Das Cover war schön, aus der Idee hätte man was machen können und wahrscheinlich liegt es an mir und meinen Erwartungen, aber ich hatte vom ganzen Augenrollen bestimmt Muskelkater.

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