[Tea Time mit Hannah] Über die Stille, was kommt und wie es ist

Donnerstag, 26. Januar 2017


Warmer Empfang,

lange ist es her, dass ich diese Worte hier geschrieben habe. Mein letzter Eintrag ist von November.
Und ich schreibe diesen Beitrag heute, weil ich wieder Lust habe zu schreiben, meine Gedanken und meine Meinung und mein Leben mit euch zu teilen und um all sowas wird es heute gehen.
Ich bin selber gespannt, was letztlich in diesem Post stehen wird, aber seid euch sicher, dass es wieder der erste von vielen sein wird.


Was war denn hier los? Das ist ganz einfach. Ich hatte keine Lust, mir fehlte die Kreativität und ich wollte euch nicht irgendeine graue 0815 Pampe vorschmeißen, denn dafür habe ich zu hohe Ansprüche an mich selbst. Als mir das erst einmal klar geworden ist, habe ich beschlossen eine Pause zu machen, zu warten bis ich wieder Lust und Ideen habe, nicht auf mein Blogger Dashboard schaue und heulen könnte, weil alle anderen 100mal kreativer zu sein scheinen...
Und in den letzten Tagen am das Interesse immer schleichender zurück. Hier mal auf amazon nach den nächsten Neuerscheinungen geschaut, dort mal wieder gelinst, was andere so schreiben und mich nun wieder an meinen Laptop gesetzt und angefangen drauf los zu schreiben.

2016 war wohl für die Welt ziemlicher Mist, aber für mich war es im Großem und Ganzen verdammt gut.
Ich habe wundervolle Freunde, eine tolle Familie und bin in einer großartigen Beziehung mit meinem Herzensmenschen.
Ich bin jetzt in der Q-Phase, arbeite auf mein Abitur hin und das ist beängstigend und wunderbar zu gleich, denn in einem Jahr und wenigen Monaten ist es vorbei.
Ich war in meiner Traumstadt London, durfte dort einige der schönsten Momente meines bisherigen Lebens erleben.
Ich habe meinen Führerschein und mache meine liebste Mama regelmäßig wahnsinnig, wenn ich fahre.
...
Die Liste ist endlos lang, aber 2016 hatte auch schwierige Zeiten, was wohl aber eher an meinem Alter liegt, als an der Tatsache, dass es 2016 war.
Die oben beim Positiven genannte Q-Phase hatte auch einige Schattenseiten, denn mein Stundenplan ist nicht unbedingt so toll, die Klausurenphasen waren es auch nicht (#problemeeinesschülers #mainstream #aberwennsdochwahrist). Da bin also ich, zwischen Schule und Privatleben, panisch in einem Eichhörnchenkostüm hin und her laufend und Punkte sammelnd.
Das ist wieder so eine Sache bei der ich einfach nur unfassbar froh sein kann. Ich war schon immer wirklich gut in der Schule, ich weiß aber auch, dass ich was dafür machen muss. Und ich bin auch bereit dazu, egal wie oft ich meckere, dass ich wieder von 21 Uhr bis Mitternacht Geschichte gelernt habe oder ich Stunden eingesperrt in meinem Zimmer verbracht habe und leise den Ablauf der Mitose vor mich hin sang, denn das ist es mir wert.

Eine wichtige Frage, die mich mehr beschäftigte als je zuvor "Was mache ich eigentlich nach der Schule?"... 
Da war dieses Jahr von einem Psychologie oder Wirtschaftswissenschaftenstudium bis hin zu einer Ausbildung bei der Polizei (um in der Kriminalistik zu arbeiten) wirklich alles dabei. Und jetzt kann ich mal ein bisschen überzogen (weil es sonst langweilig wäre) aus dem Nähkästchen plaudern, denn bei uns an der Schule gibt es eine totaaal fähige Berufsberatung. Laut der ich wahrscheinlich von Sozielhilfe leben muss, wenn ich studiert habe, weil alle meine Berufsvorstellungen leider keine freien Jobs haben (oder so). Der Punkt ist, dass mir dann vorgeschlagen wurde irgendwas auf Lehramt zu studieren (am besten Kunst und Reli.), weil da alle verbeamtet werden und das toll und sicher ist. Die Frau war überzeugt von mir als zukünftige Grundschullehrerin, die tanzend mit ihren Schülern auf Wiesen steht und nebenbei über Gott redet. Auch nachdem ich ihr sagte, dass ich auf keinen Fall mit Kindern zusammen arbeiten will und Reli/Kunst die für mich bescheuertste Fächerkombi wäre, die es gibt. 
Und seit Montag hab ichs. Ich werde Anglistik und Amerikanistik studieren, da bin ich mir jetzt endlich sicher (das war ein Gefühl als ob 5 Tonnen Stein von meinem Herzen fallen). Und falls sich jetzt irgendwer fragt, warum mir das ausgerechnet seit Montag klar ist: Da war Infotag an der Uni in Paderborn und da hat es einfach Klick gemacht.

Und eine andere Frage ist "Wie geht es hier weiter?"
Von den Formaten her wohl so wie vorher, denn Rezensionen schreiben macht mir Spaß (besonders die Gemeinen...). Ich hoffe, dass ich euch einige neue Rubriken vorstellen kann, für die aber auch eine große weichen wird. Ich werde keine Lesemonate mehr schreiben. Letztes Jahr gab es von meiner lieben Michelle und mir dazu schon einmal Beiträge und ich habe für mich nun beschlossen, dass ich keine Lust mehr habe diesen "Wahn" mitzumachen, da er sich auf mich letztlich nur negativ ausgewirkt hat (Michelles Post dazu und irgendwo hier meiner)

Wir lesen uns!
Hannah

Kommentare:

  1. Hallo, sehr schön mal wieder von dir zu hören :)
    So eine Pause tut jedem mal gut und bei dir ist ja auch echt viel los.
    Darf ich mal kurz wegen dem "irgendwas auf Lehramt.. Weil da werden ja alle verbeamtet" lachen? Die Berufsberater bei dir in der Schule wissen entweder nicht wovon sie reden oder leben hinter dem Mond. Ich als Lehramts Studentin kenne da leider die bittere Realität. Heute ist das nämlich nicht mehr selbstverständlich und das mit den sicheren Job Chancen ist auch vorbei. Lehramt sollte man heute also nur noch studieren, wenn MSN es wie ich wirklich machen möchte und nicht als plan B. Generell sollte man das nach dem Abi machen was man selbst will und nicht was andere sagen was für einen richtig ist. Ich bin mir sicher, dass du da deinen Weg schon gehen wirst ;)

    Lg Anni

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    1. Diese Berufsberaterin hat von absolut nichts eine Ahnung...
      Ich werde meinen Weg schon finden und weiß für die Zukunft wenigstens, dass man die Berufsberatung an meiner Schule in die Tonne kloppen kann :)

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  2. Hei,
    ich versteh dich voll. Ich hoffe ja auch noch auf den Stein-vom-Herz-fall Moment in dem mir endlich klar wird, was ich nach dem Abi machen will, aber da hab ich zum Glück noch 2 Jahre zeit. Anglistik ist bestimmt ziemlich interessant.
    p.s. der Berufsberater an unserer Schule ist auch totaal hilfreich ;)

    Bis bald, Debbi

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    1. Mich würde es nicht wundern, wenn sich unsere Berufsberater kennen :) ich hoffe dein Stein-vom-Herz Moment kommt auch bald

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  3. Hi Hannah.

    ich finde es richtig gut dass du dich für eine Blogpause entschieden hast anstatt Posts zu schreiben, die dir selbst nicht gefallen! Das wollte ich zuerst loswerden, dann musste ich bei den kleinen Episoden aus deinem Jahr wirklich schmunzeln - was für eine furchtbare Berufsberatung. Und bei deinem Studienwunsch habe ich mich riesig gefreut, denn ich studiere Anglistik! *High Five*

    Zwar schreibe ich jetzt "nur noch" meine Bachelorarbeit und weiß auch nicht so richtig wie es danach weiter gehen soll, aber das Studium an sich war (zumindest hier in Leipzig) wirklich eine gute Entscheidung. Ich hoffe das ist es für dich auch!

    Allerliebste Grüße, Sandy von BlackTeaBooks ☕

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    1. Danke, die Entscheidung war wirklich gut :)

      So wie ich das verstanden habe, hat man ja zumindestens nach dem Studium eine relativ große Auswahlmöglichkeit.

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  4. Es ist wirklich schön, wieder von dir zu lesen! :) Diese Berufsberater-Story klingt ja wirklich zum Haare raufen, aber umso toller, dass du nun das Richtige für dich gefunden hast...

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    1. Ich freue mich hier ja grad nur so dezent, dass so viele nette Menschen es so schön finden wieder was von mir zu lesen :)
      ich bin auch froh wieder mit zu mischen

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