[Rezension] 12 erste Male -einfach nur ein besseres Dr. Sommer?!

Mittwoch, 15. Juni 2016

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Informationen

12 erste Male
Von Brigitte Blobel
Erschienen im cbj-Verlag
Kostet 14,99€
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Gebunden//Einzelband
320 Seiten 

Klappentext

Einer der aufregendsten Schritte auf dem Weg zum Erwachsensein und oft mit extrem hohen Erwartungen aufgeladen – das erste Mal. Damit verbunden sind aber auch Zweifel und Ängste: Ist das, was ich will, eigentlich normal oder bin ich ein Freak?
Zwölf ganz unterschiedliche Jugendliche kommen zum Thema erste Liebe und erstes Mal zu Wort. Ihre Erlebnisse reichen dabei von wunderschön bis absolute Katastrophe und zeigen dabei vor allem eins: Das »normale« erste Mal gibt es nicht, sondern ist für jeden einzigartig und darüber zu sprechen kein Grund, mit hochrotem Kopf aus dem Zimmer zu flüchten.

Liebstes Zitat

"Für mich war die Pubertät eine derartige emotionale Achterbahnfahrt, dass ich mir schon damals einen Film wünschte, der mir erklärt, ob nur ich mich wie ein sexbessesener Alien fühle oder ob das einfach ganz normal ist."

Meine Meinung

Ich habe das Buch bei dem Verlag entdeckt und nach einigen Überlegungen, ob ich das machen kann, habe ich es angefragt und wenig später lag das Paket auf meinem Platz in der Küche.
Warum habe ich mich gefragt, ob ich das machen kann?
Ganz einfach, mir war von Anfang an bewusst, dass ich dieses Buch nicht ganz so leicht wie einen Roman rezensieren könnte und ich war mir unsicher, wie meine Leser wohl darauf reagieren, wenn auf einmal Sex ein Thema auf meinem Blog ist. But who cares? Das ist mein Blog.
Und wenn ich es für wichtig halte über dieses Thema zu reden tue ich das. Genau jetzt.

Das Buch ist weder ein Roman noch ein Ratgeber. Es ist eine sehr geschickte Mischung aus beidem.
Zum einen hat man Sheevas Geschichte, die an einem Film über "Erste Male" arbeitet und parallel dazu die Protokolle der Interviews, die sie für den Film geführt hat.

Liebe, Sex, wer bin ich und wen finde ich toll?
Das sind Sachen, die ziemlich oft in den Köpfen von uns Jugendlichen herum schwirren, würde ich zumindest behaupten.
Und das ist vollkommen normal. Wirklich.
Und genau diese Message bringt das Buch rüber ohne es wirklich zu sagen.
Es wird einem quasi an Beispielen gezeigt.
Erste Verliebtheit, Homosexualität, Religion, Alter, aber auch Misshandlung kommen zu Wort.
Und all diese Beispiele sind nicht übertrieben oder gar Biobuch mäßig geschrieben, sondern so als wären sie echt. Als wären die Menschen dahinter echt und du würdest sie kennen lernen und sie würden dir davon erzählen. Und dabei wird viel vermittelt, was im normalen Unterricht niemals angesprochen würde, was man sich nicht mal traut seine Eltern zu fragen.

Dieses Buch will sagen, dass Sexualität normal ist.
Nichts wo vor man Angst haben braucht.
Und egal wie viel dir andere Leute erzählen, du wirst deine eigenen Erfahrungen machen.
Es zeigt einem, dass es manchmal braucht sich selber zu akzeptieren.
Und arbeitet dabei aber auch Sachen wie Verhütung, sag nein, wenn du es noch nicht willst,... ab.

 Dieses Buch sollte von mehr jungen Menschen gelesen werden, denn ich glaube, auch wenn nicht alle es zugeben wollen, wir machen uns doch alle unsere Gedanken und wollen manchmal einfach nur hören, dass es nicht nur uns so geht.
Fazit

"12 erste Male" ist ein Experiment auf meinem Blog.
Es ist eine geschickte Mischung aus Roman und Ratgeber, der jungen Menschen genau das vermittelt, genau die Fragen beantwortet, die sie beschäftigen und verunsichern, aber die man sich einfach nicht traut zu fragen.

Vielen Dank an den Verlag für dieses Rezensionsexemplar!

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1 Kommentar:

  1. Hey,

    es wäre für mich wohl kein Buch, einfach weil ich diese Phase wohl schon ein bisschen länger hinter mir habe.^^
    Aber deine Gedanken zum Buch gefallen mir sehr und letztendlich hast du wohl recht, dass es nicht schaden würde wenn man generell offener damit umgehen kann.
    Und Eltern nicht gleich immer eine riesen Kriese bekommen, wenn ihr Kind anfängt sich für Sexualität zu interessieren oder gar Aktiv werden. Trifft natürlich nicht auf alle Eltern zu aber leider schon häufig erlebt..
    Sich verstanden zu fühlen, ist für Jugendliche eh extrem wichtig von daher ist es sicherlich ein tolles und auch Facettenreiches Buch, dass dann für jedermann sprechen kann. :)

    Liebe Grüße
    Svenja

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