[Tea Time mit Hannah] Lesemonate- ein wahnsinniger Wettkampf?!

Dienstag, 9. Februar 2016

Hallo meine Lieben,

heute geht eine neue Rubrik auf meinem Blog online.
Mehr oder weniger neu, denn rein theoretisch habe ich meiner Laberecke nur einen neuen Namen und endlich einen Banner verpasst.
Als ich vor ein paar Tagen mit meiner liebsten Michelle geschrieben habe, sind wir auf das Thema Lesemonate zu sprechen gekommen und die bieten natürlich sehr viel Diskussionsstoff...
Heute sogar nicht nur auf meinem Blog, sondern auch auf ihrem!
Ob als Lesemonat, Januarstatistik oder Wrap-up, jeder Buchblogger kennt sie.
Und fast jeder schreibt sie.
Auch ich muss zugeben, dass ich Lesemonate super gerne schreibe und lese, ich weiß auch nicht warum.
Für alle, die nicht wissen, was ein Lesemonat ist, hier die Kurzfassung:
Das ist ein Beitrag, in dem wir Buchblogger/coolen Menschen schreiben, was wir im letzten Monat so alles gelesen haben. Meist die Anzahl der Bücher, Seiten und gelesene Seiten pro Tag. Manchmal gibt es auch noch die Tops und Flops, sowie Neuzugänge. Wir zeigen also, was wir (gelesen) haben und das natürlich ohne jeden Hintergedanken.
Einfach, weil das halt dazu gehört.
Früher wäre ich im Leben nicht auf die Idee gekommen, jedes Buch zu dokumentieren, was ich gelesen habe und Ende des Monats wie eine Irre Seitenzahlen zusammen zu rechnen.
Jetzt tue ich es und bin enttäuscht, wenn ich mal nicht so viel gelesen habe.

Und genau da fängt es doch an... Nicht mit der Masse an Gelesenem zufrieden sein, weil...
...man das Lesen einfach total vergessen hat.
...man jetzt einen noch größeren SuB hat.
...man weniger als Blogger/In xy gelesen hat.

Lesemonate sind in meinen Augen immer mehr zu einem Wettkampf geworden.
Was ich unheimlich schade finde, da der eigentliche Zweck dahinter doch total toll ist.
Hey, wir lesen gerne. Warum dokumentieren wir das nicht?
Und dann liest man einen Lesemonat mit mehr Büchern als dem eigenen und denkt sich:
"Mist, ich muss echt mehr lesen."
Und Bäääm. Ganz großer Fehler!
Lesen ist unser Hobby, unsere Leidenschaft, nicht unsere Arbeit!
Erstmal ist es doch überhaupt toll, dass wir gerne lesen, das machen einfach viel zu wenig Menschen. Und dann sollten wir das auch machen, weil es uns Spaß macht.
Wir dürfen das nicht als Wettkampf nach dem besten Lesemonat sehen, sondern Lesen, weil wir es lieben.
Und wenn wir das Lesen lieben und drei Bücher lesen oder zwanzig. Das ist doch vollkommen egal.

Mein Wort zum Dienstag.
Natürlich denkt nicht jeder so, aber ich fände es einfach schön, wenn wieder mehr Leute sagen würden "Jaaa, ich habe diesen Monat drei Bücher gelesen und finde das super!" als "Ich habe diesen Monat schon wieder nur drei Bücher gelesen..."

Was sagt ihr zu dem Thema? Kommt es euch bekannt vor oder fragt ihr euch gerade auf welchen Drogen ich war, als ich das geschrieben habe?

Kommentare:

  1. Hallöchen liebe Hannah,

    Ich habe meine Bücher sogar schon vor meinem Blog dokumentiert und aufgeschrieben und eine Monatsstatistik errechnet, also auch ganz ohne Bloggerzwang :D
    Ich ertappe mich aber auch immer wieder dabei zu sagen, ach neee diesen Monat hätten es mehr sein können. Weniger aber aufgrund des Wettbewerbes, sonders mehr, dass ich mich oft berieseln lasse anstelle zu lesen, was mir ja wirklich Spaß macht. :D

    Liebe Grüße
    Anna

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    1. Wow, das sit bemerkenswert, ich habe so richtig mit dem dokumentieren erst letztes Jahr angfangen :D

      Das geht mir aber auch oft so. Hier schaue ich mal lieber eine Serie oder dort schlummere ich beim Musik hören vor mich hin, obwohl ich in der Zeit auch lesen könnte :)

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  2. Ich verstehe alles, was du sagst und kann es nachvollziehen, aber wie du lese und schreibe ich liebend gerne Monatsrückblicke :D
    Ich rege mich selbst immer über mich auf, wenn ich nur so und so viele Bücher gelesen habe, aber schlussendlich bin ich doch ganz zufrieden damit :)
    Liebst, Lara.

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    1. Das ist eigentlich einfach nur schade, wenn man darüber nachdenkt :D

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  3. Hey :)
    Ein wirklich sehr schöner Post und auch sehr verständlich. Mir ist dieses Denken bei anderen persönlich nicht aufgefallen, aber wenn sie anderen auffällt, dann muss es dieses Denken ja wirklich geben. Ich finde das ebenfalls schade.
    Ich selber habe es noch nie als Wettbewerb gesehen und mag es total gerne einfach nur zu sehen, wie der Monat für die anderen so liest.
    Ich rege mich recht selten darüber auf, dass ich doch noch mehr lesen hätte können, selbst wenn ich 3 oder 4 Bücher gelesen hat. Ich bin mir meist meinen Gründen dafür bewusst und ich weiß gar nicht, warum ich mich mit anderen batteln sollte. Manche lesen eben nun mal schneller als andere.
    Ich mag es auch gerne, andere dabei zu bestützen, dass selbst eine einstellige Zahl kein schlechter Lesemonat ist, denn wenigstens kam man zum Lesen. Die Anzahl der gelesenen Bücher macht ja auch nicht die Qualität des Blogs aus.
    Ich hoffe wirklich, dass sich das Denken mit der Zeit wieder ändert.

    Ich freue mich schon auf weitere Post dieser Rubrik und liebe Grüße
    Isabell

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    1. Danke erstmal für deinen ausführlichen Kommentar!:)
      Es ist mehr so ein inoffizielles Ding, von dem ja auch nicht alle befallen sind.
      Und auch ich schreibe und lese gerne Statistiken und freue mich, wenn jemand tolle Bücher gelesen hat.
      Ich finde es einfach nur sehr schade, dass viele denken, es sei nicht toll 3 Bücher in einem Monat gelesen zu haben, denn hauptsache man list und hat Freude dabei :)

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  4. Man macht sich den Druck und diesen Wettkampf ja eigentlich nur selbst. Ich vergleiche mich ehrlich gesagt auch nicht mit anderen, aber dafür sehr viel mit mir und meinen "Leistungen" in den verschiedenen Monaten. Eigentlich stört mich das auch nicht weil ich sehr gut differenzieren kann ob das jetzige Ergebnis unter den gleichen Bedingungen wie ein früheres entstanden ist. Aber manchmal wenn ich fast genauso viel Zeit zum Lesen hatte, dann macht es mich schon traurig wenn ich nur halb so viel gelesen habe und dann sind 8 Bücher auf einmal auch "nur noch" 8 Bücher. So hatte ich das im Januar und das ist natürlich schade, da stimme ich dir zu. :)
    Da ich dieses Jahr bei der SuB Abbau Extrem Challenge mitmache ist der Druck mit dem SuB bei mir diesmal zum ersten Mal vorhanden, zumal ich im Februar unheimlich viel zugeschickt bekommen habe ohne, dass ich davon wusste und weiß dass diesen monat ein ordentlicher Anbau von statten geht, und dann ärgert es mich, dass ich bisher "nur" ein Buch gelesen hab im Februar. :)
    Also ja, ich wünschte diesen Druck würde ich nicht kennen aber auch ich mach ihn mir zuweilen..

    Ein toller Post und eine tolle Rubrik, liebe Grüße
    Svenja

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    1. Wenn man sich mit sich selber vergleicht kann das natürlich auch echt doof sein, das habe ich zum Beispiel gar nicht. Ich weiß meistens woran es liegt, dass ich mal weniger lese und von daher geht das :)
      Der SuB ist ja eh so eine Sache für sich... Werde ich wohl auch nochmal einen Post zu schreiben... Ich muss mir da gar keinen Druck machen, weil meiner meistens nur 10 Bücher hat.

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  5. Hihi, nein, ich frage mich nicht auf welchen Drogen du warst! xDD Im Gegenteil: Ich kann dich absolut verstehen! Ich habe auch schon vor längerer Zeit entschieden, keine Lesemonate mehr hochzuladen ;)

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    1. Wuhuuu :D
      Ich werde zwar noch welche hochladen, aber auf diesen Wettbewerb muss einfach mal aufmerksam gemacht werden...

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  6. Hey Hannah =)
    Ich bin erstaunt, wie viele das doch irgendwie als Wettkampf sehen :O
    Ich denke mir nie was dabei, und mache mir jetzt keine Schuldgefühle oder so o.O
    Na ja, ist auf jeden Fall mal interessant zu lesen :-)

    LG ♥
    Anna

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  7. Hallo Hannah,
    ich gebe dir vollkommen recht. Auch ich ertappe mich immer wieder dabei, wie ich mir denke: ,,Schade, diesen Monat sind es wieder so wenig Bücher geworden." Im Endeffekt stresse ich mich damit nur selbst und zerstöre mir die Freude am Lesen. Ich denke, dein Vorschlag, sich über jedes gelesene Buch zu freuen und sich so nicht selber Druck zu machen, sollte auch von mir mehr beherzigt werden. :)
    Liebste Grüße,
    Lena

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    1. Du bist mit dem Gefühl ja nicht alleine. Und ich mache das im Moment auch so... Oder versuche es zumindest :D

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  8. Hey Hannah,
    ich kann dich absolut verstehen und auch ich ertappe mich selber dabei, wie ich mich unterbewusst manchmal dazu anfeuere schneller und mehr zu lesen, damit ich am Ende des Monats schön viele Bücher auflisten kann, die ich alle gelesen habe. Dabei vergeht mir dann auch sofort der Spaß am Lesen, wenn ich mich dazu zwinge das jeweilige Buch so schnell wie irgendwie zu verschlingen und an der Geschichte kann man sich letztendlich auch nicht erfreuen. Lesen soll Spaß machen, deswegen werde ich versuchen dein Vorschlag in nächster Zeit mal zu beherzigen. Übrigens finde ich dein Banner super schön! :)
    Liebste Grüße
    Tessa

    ausrittinsbuecherland.blogspot.com

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    1. Genau den Gedanken habe ich auch oft... Leider...
      Aber ich denke auch, dass es diesen Gedanken in jedem Hobby gibt.

      Dankeschön :)

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  9. Hallo Hannah,

    Ich sehe das Ganze ähnlich wie du.
    Ich merke ja an mir selbst,
    dass ich irgendwie enttäuscht bin,
    wenn ich wenige Bücher gelesen habe.
    Allerdings nicht unbedingt wegen der Anzahl,
    sondern weil auf mich noch so viele tolle Geschichten warten,
    die ich so schnell wie möglich lesen möchte! :)

    Liebe Grüße,
    Laura

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    1. Auch ein gutes Argument, Laura!:)
      Too many books, too little time

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