[Tea Time mit Hannah] Ich bin Bloggerin, keine Kritikerin!

Mittwoch, 17. Februar 2016


Hallo meine Lieben,

ich sehe schon, dass dieses Format doch mehr zu einem Diskussions-Ding wird, als dass ich hier sinnloses Zeug aus meinem Leben preisgebe...
Heute soll es um ein Thema gehen, was mich im ersten Augenblick mal wieder unglaublich wütend gemacht hat, bis mir einfiel "Hey, also auf mich passt das jetzt so gar nicht, weil ich nämlich gar nicht bin, was sie mir einreden zu versuchen"...

Den Artikel, der mich dazu angeregt hat das ganze hier zu schreiben, findet ihr hier.
Und zwar geht es mal darüber, was wir Buchblogger sind und wie wir machen und vorallem, wie wir es falsch machen... Kommt euch bekannt vor? Ist ja immer wieder Thema und jetzt will ich auch mal was dazu schreiben. Dann lege ich mal los:

Dieses Buch wird Ihr Leben verändern!
"[...]verlieren noch ein paar Worte zum Cover, das immer ganz, ganz toll ist, und schicken ein "unbedingt kaufen!" hinterher.

So sieht keine mehrminütige Rezension aus! Das macht man mal in Lesemonaten oder Book Hauls, aber ansonsten geben sich Booktuber sehr viel Mühe einem das Buch nahe zu legen (jedenfalls, die die ich gerne gucke. Die Mehrheit. Dieses Verallgemeinern... Nein. Stop it!)

Nacherzählung statt Auseinandersetzung
"Buchbesprechungen auf Blogs sind vor allem Nacherzählungen. Lang und breit wird berichtet, worum es in dem jeweiligen Buch geht. Auch die Biografie des Autors ist für Blogger hochinteressant."

Einer meiner liebsten Abschnitte. Strotzt nur so vor Bissigkeit... Ich finde nicht, dass meine Rezensionen oder viele der anderen Blogger, die ich lese, nur aus Nacherzählungen bestehen.
Ja, häufig schreibt man viel über den Inhalt, aber das ist doch einer der Gründe, warum wir so gerne gelesen werden, dass wir mehr preisgeben als nur der Klappentext und dann kommt unsere Meinung.

Ich, ich, ich 
Kritiker beschäftigen sich auf mit dem Aufbau und dem Stil.
Blogger schreiben über die Charaktere, die Geschichte und natürlich darf es nicht allzu schwierig sein. Es geht immer nur um sich. Ich finde, ich denke, meine Meinung....

Und damit will ich auch meinen wütenden Text einleiten.
Ersteinmal finde ich es furchtbar, wie das alles verallgemeinert wird. Es gibt so viele Blogger, die über Bücher schreiben und wir sind alle sehr vielfältig und individuell und es kann gut und gerne sein, dass manche sich so verhalten, wie von der Zeit dargestellt, aber meiner Meinung sind das nicht die Mehrheit. Das geht einfach nicht, das lässt uns alle in einem furchtbaren Licht stehen, denn was sollen Leute denken, die sich noch nie mit so etwas beschäftigt haben... Das wir alle so sind?!
Der zweite Teil wird wohl etwas subjektiver sein...
Ich sehe mich nicht als Literatur-Kritikerin, die alles bis aufs kleinste Detail analysiert und beschreibt, zusammenhänge darstellt und dann objektiv davon berichtet.
Ich bin Buchbloggerin, keine Kritikerin.
Ja, auch ich kritisiere, aber auf eine Art und Weise, die ich selber auch gerne lesen würde. Für Leute in meinem Alter, die Bücher für Leute in meinem Alter lesen.
Die Literatur, die ich lese, verlangt nicht danach analysiert zu werden, sie verlangt danach genossen zu werden...
Und auch nicht alles, was wir lesen ist leicht und unanstrengend.
Schon einmal versucht nicht bei TFIOS mitzuleiden oder versucht die Sprache von David Levithan nicht schön zu finden? Jenny Han nicht für ihre zuckersüßen Charaktere zu lieben oder die ganzen Messages hinter so vielen Geschichten nicht in seine Gedanken zu lassen?

Es gab schon schlimmere Texte und es wird wohl auch Texte geben, die sich besser mit ihnen auseinander setzten als meiner, aber ich musste irgendwie mal wenigstens etwas dazu sagen und würde mich freuen, wenn ihr eure Meinung dazu mal in die Kommentare schreibt :)

Kommentare:

  1. Hallo Süße,

    also da werde ich auch direkt stinkig. Vor allem bei dem Ich-Thema.
    Natürlich schreibe ich eine Rezension aus MEINER Sicht der Dinge. Wie anmaßend wäre es bitte, wenn ich von mir auf andere schließe? In einer Rezension teile ich MEINE Meinung mit und würde sie deshalb nie verallgemeinern ala "Der Leser..." oder "wir finden...".

    So.. bevor ich da noch viel schreibe gehe ich jetzt einen Boxsack aufsuchen. :D

    Liebste Grüße
    Nele von time.for.nele

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  2. Hallo :D,

    puhhh was soll ich dazu sagen?
    Während ich den Artikel gelesen habe dachte ich mir manchmal wirklich nur, was genau soll das? Ich meine sicher, die meisten Bücher, die ich rezensiere fallen vielleicht nicht allzu schlecht aus, da ich auch keine Bücher lese, welche mir von Anfang an nicht zu sagen, da Lesen für mich nur ein Hobby ist und nicht mein Beruf! Außerdem welcher Blogger bekommt den ALLE seine Bücher vom Verlag zugeschickt? Fast alle Bücher kauft man immer noch selbst, meiner Erfahrung nach. Und natürlich sage ich auch meine Meinung, da ich das Buch ja auch nach meinem Geschmack bewertet habe.... naja...

    Liebste Grüße
    Anna

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  3. Huhu Hannah,

    ich habe mir den Text gestern auch schon durchgelesen und bin total verblüfft, dass überhaupt jemand sich die Zeit nimmt so etwas zu schreiben. Das ist wie als würde man bei einem Bild einen Punkt kritisieren. Mein Hauptgedanke dabei war also: da muss jemand wirklich viel Freizeit haben. Generell würde ich diesen Text nicht so ernst nehmen, denn zumindest wissen wir selber wie viel Zeit wir in unsere Posts und Bücher investieren. Ich sehe so viele Blogger tagtäglich, die sich so viel Mühe geben und Zeit opfern, allein um sich fair in einer Rezension über das Buch auseinanderzusetzen. Es wird immer Ausnahmen geben, aber auch die ändern oft ihren Stil darin. Zu dem Punkt Nacherzählung und "Dieses Buch wird ihr Leben verändern" würde ich ja behaupten, dass man als Blogger versucht da einen Mittelweg zu finden. Natürlich möchte ich meinen Lesern einen genaueren Einblick ins Buch verschaffen (ohne zu Spoilern natürlich) aber gleichzeitig auch darüber sprechen, was für Gefühle ich beim Lesen durchlebt habe. Macht das nicht eine Rezension aus? ^^'

    Also wie gesagt, ich würde das nicht ernst nehmen, denn man sieht doch ständig an anderen Blogs oder man weiß es schon aus eigener Erfahrung, dass das nicht so ganz stimmt. =)

    Ganz liebe Grüße
    Leni =)

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  4. Huhu liebste Hannah ♥
    Ich kann dir wirklich nur GANZ laut und deutlich zustimmen! Obwohl ich es ziemlich schade finde das man so eine wundervolle Sache wie das Buchbloggen so schlecht redet. Viele Menschen wissen einfach gar nicht, wie toll die Community zwischen den Buchbloggern ist und das ich online schon meine zweite Familie entdeckt habe. Mittlerweile ist es mein allergrößtes Hobby neben dem Lesen und bereitet mir selbst nach den drei Jahren immer noch so unbeschreiblich große Freude. :)
    Und Rezensionen lese ich eigentlich gerade deshalb WEIL ich wissen möchte wie der Person das Buch gefallen hat. Eine grammatische/stilistische Analyse würde ich mir nicht durchlesen. Aber eine begeisterte Rezension, voller Lob auf jeden Fall! ^.^

    Ein wundervoller Artikel! *dich ganz fest drück*
    Alles Liebe,
    Jasi ♥

    P.S: Dieses Buc... äh... Kommentar wird dein Leben verändern!! (nicht ^^)

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  5. Hallo :)
    Ich habe den Artikel in der Zeit gerade gelesen und muss sagen, ich bin fassungslos. Wie du schon erwähnt hast, finde ich diese Verallgemeinerung einfach nur unverschämt. Außerdem kann niemand erwarten, dass man als Hobby-Blogger ein Buch aufs genauste analysiert. Deswegen sind die Blogs doch auch so beliebt oder nicht? Unsere Rezensionen richten sich mehr nach den normalen Bedürfnissen und Wünschen der Leser, da wir eben genau das sind: normale Leser, die ihre eigene Meinung äußern.
    Wenn ich entscheide, ob ich ein Buch lesen möchte, dann möchte ich schließlich keine komplette Analyse vorgesetzt bekommen, sondern eine ehrliche Meinung.
    Ich kann dir bei allem, was du geschrieben hast, nur zustimmen.
    Liebste Grüße,
    Lena

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  6. Ich finde diese Artikel auch immer ganz schrecklich, die haben bestimmt zwei rausgepickt, die das eben so und so machen und das dann auf das ganze Feld der Buchblogger übertragen. Natürlich ist so ein Blog immer Werbung für Bücher. Gebe ich dem Buch 5/5 Punkte kaufen es vielleicht mehr, als würde ich nur 2/5 geben. Aber ich denke mal, dass sich keiner alles schön redet und nur von so Oberflächigkeiten wie Inhaltswiedergabe und Cover spricht.
    Na ja, wenn diese ganzen Menschen, die diese Artikel schreiben, es besser wissen wollen, bitte. Man kann sich eh nicht dagegen wehren.
    Liebst, Lara.

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  7. Hey :)
    Ich finde den Text total ehrlich und toll. Bitte mach öfters solche Post!
    Hast auf jeden Fall eine neue Leserin dazu gewonnen.
    Liebe Grüße ♥
    http://mutantly.blogspot.de/

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  8. Da es schon einige angreifendere Texte über Blogger gab, habe ich über diesen mehr oder weniger hinweg gesehen... Aber schön ist sowas natürlich nie ;) Ich überlege mir gerade, auch einen Post dazu zu verfassen... Mal sehen^^ :))

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  9. Hallo Hannah,

    Ich kannte den Beitrag vorher ebenfalls und wusste beim ersten Lesen des Artikel nicht, ob ich nun lachen oder mir ein Buch gegen die Stirn schlagen soll. Es gibt sicherlich "schlechte" Buchblogger, auf die diese Beschreibungen zutreffen. Genauso kann es aber auch schlechte Literaturkritiker geben. Das sage ich ganz bewusst, obwohl ich natürlich weiß, dass man sich als Buchblogger nicht mit einem guten Literaturkritiker messen kann. Trotzdem geht das ganze einfach gar nicht, denn Bloggen ist ein Hobby, es geht um den Spaß. Es ist genauso ein Hobby wie beispielsweise schwimmen. Und ein Hobbyschwimmer wird doch auch nicht dafür verurteilt, dass er nicht so gut ist wie ein Olympia-Sportler, oder?
    Vor allem die ständigen Verallgemeinerungen nerven. Man kann nicht alles und jeden über einen Kamm scheren.

    Wieder einmal ein richtig toller Post von dir!
    Liebe Grüße,
    Laura

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