[Rezension] Mein Herz hämmert, dass es wehtut

Montag, 18. Januar 2016

Informationen

Mein Herz hämmert, dass es wehtut
Von Brynjulf Jung Tjonn
Erschienen im Dressler Verlag
Kaufen? Hier
Kostet 12,99€
Hardcover//Einzelband
128 Seiten 

Klappentext

Wenn das Herz schwer ist und gleichzeitig hüpft vor Glück. Kann man gleichzeitig tieftraurig und unglaublich glücklich sein? Henrik muss miterleben, wie sein geliebter Onkel Simon an Krebs erkrankt und schließlich stirbt. Gleichzeitig verliebt Henrik sich in die lebensfrohe Kjersti. Hin und her gerissen zwischen Liebe, Trauer und Schuldgefühlen erfährt Henrik: das Leben geht weiter. Und nicht nur das. Trotz aller Traurigkeit ist das Leben schön. Nur eben anders.

Liebstes Zitat

"Alles, was ich wissen musste, lernte ich von Simon.
Und nun war das Leben selbst schon zu viel für ihn."

Meine Meinung

"In der Kürze liegt die Würze" wäre wohl die unpassendste Art dieses Buch zu beschreiben und dennoch bringt es das Ganze auf den Punkt, allerdings nicht schön genug ausgedrückt.
Mit 128 Seiten ist es sehr kurz und auch heute möchte ich nicht viel darüber reden, denn solltet ihr an dieses Buch rangehen (und das empfehle ich euch), solltet ihr es so wie ich tun. Fast unwissend.
Simon ist für Henrik mehr als nur sein Onkel, er ist seine wichtigste Bezugsperson, sein Vater, Bruder und Onkel, alles auf einmal. Und Simon hat Krebs.
Kjersti ist für Henrik DAS Mädchen, das er wunderschön findet und die er so unbedingt küssen möchte. Er ist verliebt.
Aber darf man glücklich sein, obwohl man doch eigentlich traurig ist?
Die Handlung an sich ist nicht actiongeladen oder spannend bis unter die Zehnnägel, wie in so manchem Thriller.
Sie ist ruhig, still und geht bis tief unter die Haut. Sie erzählt von dem, was passiert ist, von dem, was jetzt ist und von dem Menschen, der es am intensivsten erlebt. 
Sie erzählt von einem Jungen, der feststeckt. Auf der einen Seite könnte er nicht trauriger, verzweifelter und voller Kummer sein und auf der anderen Seite fliegt er, ist glücklich.
Und sein Herz hämmert, dass es wehtut.
Dieses Buch ist trotz seiner äußeren Winzigkeit, seinem Kleinscheinen, so unfassbar groß.
So unfassbar.
Der Schreibstil war so besonders wie das Buch und seine Handlung selbst. Nicht gewöhnlich, alles andere als gewöhnlich, trotz seiner einfachen Worte.
Unfassbar, sagte sie.
Wie, fragte er.
Mehr als unfassbar, viel mehr nicht greifbar.
Sie drehte sich um.
Verstehst du wie schwer solch etwas kurzes wiegen kann, fragte sie.
Wie tief ein Buch mich berühren kann?

Fazit

"Mein Herz hämmert, dass es wehtut" ist ein Buch, das einem die Seele erdrückt, mit tränenden und lachenden Gesichtszügen zurücklässt. Dass einem zeigt, dass auch nur 120 Seiten reichen um zu lieben. "[...] zu lieben, ist nicht nur ein starkes Gefühl, es ist auch eine Entscheidung, ein Urteil, ein Versprechen." (Erich Fromm).

Vielen Dank an den Verlag für dieses Rezensionsexemplar!

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Kommentare:

  1. Hallöchen,

    das hört sich nach einem super guten Buch an, woran man noch lange zurückdenken wird und auch etwas zum Nachdenken hat ... :)

    Liebe Grüße
    Nele

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  2. Manchmal liest man gute Rezensionen. Und manchmal liest man Rezensionen, die Bücher beschreiben, die man danach gerne lesen möchte. Diese ist keine davon.

    Sie hat mir das Herz rausgerissen und mich innerhalb von Sekunden von diesem Buch überzeugt. Hannah - Danke. Vielen Dank für den tollen Tipp, ich muss dringend in die Buchhandlung.

    Ganz viele liebe Grüße, Michelle ☼♥

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  3. Hm ich weiß nicht. 128 Seiten sind echt kurz und ich kann mir darunter kaum was vorstellen, aber Punktlandung in Sachen Liebe hat sich ganz schön beweisen können mit glaube ich um die 200 Seiten. Warum also nicht? :)

    Alles Liebe
    May

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    1. Es ist halt einfach kein typisches Buch!:)
      Deshalb, warum also nicht!:D

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