Rezension zu Seelenkuss

Montag, 26. Januar 2015

Seelenkuss- Rezension


Von Lynn Raven
Erschienen im cbt-Verlag
Kostet 14,99€
Broschiert/Einzelband
576 Seiten

Klappentext:
Prinzessin Darejan erkennt ihre Schwester nicht wieder. Die mitfühlende Königin Seloran scheint plötzlich eiskalt geworden zu sein, und den rätselhaften Gefangenen, den sie in ihrem tiefsten Kerker versteckt, behandelt sie ungewöhnlich grausam. Angeblich sei er ein Spion der Nordreiche. Doch dann entdeckt Darejan eine schreckliche Wahrheit: Der finstere Magier Ahoren hat Besitz von Königin Selorans Körper ergriffen und baut eine Armee von Schattenkriegern auf, um das Königreich zu unterwerfen. Und plötzlich ist Darejan selbst auf der Flucht, zusammen mit dem angeblichen Spion. Er gehört dem Geheimorden der DúnAnór an, die als Einzige in der Lage sind, Ahoren zu bannen. Doch der Gefangene hat sein Gedächtnis verloren. Und zudem scheint er Darejan zu hassen. Das ungleiche Paar begibt sich auf eine Suche voller tödlicher Gefahren ...

Erster Satz:
Vergiss ihn!

Meine Meinung:
Ich könnte das Ganze jetzt kurz und knapp mit folgenden Worten sagen: Die ersten 300 Seiten waren genauso wie die letzten 100 einfach nur grottig, alles dazwischen hat mir gefallen.

Aber warum war das so? Entweder ist das einfach nicht mein Genre (was ich nicht glaube) oder es hat mir einfach so nicht gefallen. Die Geschichte an sich, also in ihren groben Absichten und Beschaffenheiten, ihrer Idee, fand ich gar nicht mal so übel (logisch, sonst hätte ich mir das Buch ja nicht gekauft), aber die Umsetzung... Teilweise hat es mich sooooo gelangweilt. Nichtmal die Fluchtszenen waren spannend, diverse Kämpfe stemple ich genauso ab. Die beiden Protagonisten waren vollkommen unlogisch. Javreen (der Gefangene) hat Fieber, ist also ziemlich mies krank, hält sich kaum auf den Beinen, aber kann selbstverständlich zwei riesige Typen auf riesigen Pferden umbringen... Soviel zu der Glaubwürdigkeit dieses Charakters. Darejan fällt Entscheidungen, die ich definitiv nicht nachvollziehen kann und aus jeder noch so bremslichen Situation kommt ein Schlupfloch gekrochen. Nur verständlich, dass Unlogik und Langeweile in diesem Buch Hand in Hand gehen.Der Schreibstil war ansonsten in Ordnung, auch das Cover gefällt mir echt gut, aber die Geschichte hat mir einfach mal gar nicht zugesagt. Genauso wie diverse Charaktere, die viel zu oberflächlich beschrieben wurden. Die erst bei mehrmaligem Lesen plötzlich auftauchenden Perspektiven wechsel, die anfangs in keinster Weise erkennbar waren sind nun auch erwähnt. Da lese ich glücklich das nächste Kapitel und denke mir plötzlich "Huch, seit wann denkt die denn so" und dann gefühlte 500 Seiten weiter somit viel zu spät finde ich heraus das es Ahoren (dat personalisierte evil of doom)gewesen ist, der mir da seine Ansichten auf die Welt mitteilte.
Somit bekommt das Buch von mir definitiv nur
♥1/5♥
 denn nichtmal die gut 150 Seiten, die mir zugesagt haben können das herausreißen...
***
Ein Fantasybuch, das mit einer ermüdenden Geschichte,
unlogischen Charakteren und 400 Seiten Langeweile glänzt.

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